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Einzug ins neue Haus St. Anna

BARTHOLOMÄBERG – Rund 100 Meter vom alten Seniorenheim entfernt hat die Stiftung Liebenau, das Haus St. Anna als modernes Pflegeheim für 33 ältere Menschen erstellt. Der helle Neubau ist aufgeteilt in zwei Hausgemeinschaften, deren Zentrum jeweils eine Wohnküchebildet. Am 17. Dezember sind 31 Seniorinnen und Senioren aus den alten Häusern in Bartholomäberg und Vandans eingezogen – begleitet vom Pflege- und Hauswirtschaftsteam, Angehörigen, Ehrenamtlichen, Ehemaligen, dem Hausleiter und dem Bürgermeister.

 

 

Hausleiter Florian Seher (links) schaut noch kurz bei Bewohnerin Christine Stockhammer vorbei. Während der Umzug einen Stock tiefer bereits in vollem Gange ist, darf sie noch gemütlich frühstücken.

Angekommen! Zwei Bewohnerinnen begrüßen sich im weihnachtlich dekorierten Aufenthaltsraum des Hauses St. Anna.

Pflegedienstleiterin Claudia Ganahl und Silvia Dorn (DGKS) haben Spaß beim Packen.

Was für ein Empfang: Bürgermeister Martin Vallaster (links) begrüßt die Bewohnerin Ingrid Wanek , die von der ehemaligen Mitarbeiterin Rosalinde Würbel begleitet wird im neuen Haus.

Das Haus ist ausgestattet mit Fenstern, die den Blick auf die Berge freigeben und viel Licht hereinlassen, heimeligen Holzfußböden, einer zirkadianen Lichtsteuerung für eine der Natur nachempfundene Beleuchtung. In den beiden Wohnküchen können die älteren Menschen nach den eigenen Wünschen und Ressourcen am Alltag teilhaben. Eine Woche vor dem Umzug haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam mit den Angehörigen die Zimmer der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner liebevoll eingerichtet und die Gemeinschaftsräume weihnachtlich dekoriert. Dann war der große Tag gekommen. „Obwohl Vieles schon getan ist, gibt es noch eine ganze Menge zu tun, bis Alles am rechten Platz ist. Heute kommen die Bewohnerinnen und Bewohner, dieser erste Tag im neuen Haus ist für alle sehr aufregend und spannend“, sagte Hausleiter Florian Seher.

 

Endlich ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad


Von Aufregung war jedoch kaum etwas zu spüren: Gefrühstückt haben die Seniorinnen und Senioren noch gemütlich im alten Haus, Mittagessen gab es dann schon im neuen: Tagliatelle mit Pesto und Marillenknödel, zubereitet von den Alltagsmanagerinnen im Wohnbereich. Dazwischen wurden die älteren Menschen einzeln im Auto in das neue Haus begleitet, während die anderen in der Stube von Angehörigen und Teammitgliedern betreut wurden. „Meine Mutter freut sich zwar nicht unbedingt auf den Wechsel und das Neue. Doch ich bin mir sicher, dass sie es im neuen Haus mögen wird“, sagt Gisela Wirbel, eine von Balbina Mangengs fünf Töchtern. „Denn dort hat sie jetzt endlich ein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad.“ Auch die 90jährige Bewohnerin Christine Stockhammer sieht mit dem lachenden Auge in die Zukunft: „Im neuen Haus habe ich meine Orgel im Zimmer und werde jederzeit spielen können, was ich noch spielen kann.“ Im alten Haus stand ihre Orgel in der Stube, da im Zimmer kaum Platz war und der Transport über die enge Treppe nach oben nicht möglich war.

 

Bald ein Treffpunkt für Jung und Alt

 

„Das alte Haus ist wohl das einzige Pflegeheim in Mitteleuropa ohne einen Aufzug “, umschrieb Klaus Müller, Geschäftsführer der Liebenau Österreich gemeinnützige GmbH, die dringende Notwendigkeit eines Neubaus auf der Spatenstichfeier im März 2017. Dabei erfüllt das neue Haus St. Anna alle Anforderungen an eine moderne Pflege. Im kommenden März eröffnet im Erdgeschoss auch das neue Café „Of am Widum“:  „Dann kommt noch mehr Leben ins Haus“, freut sich die Wohnbereichsleiterin und stellvertretende Hausleiterin Claudia Ganahl.

 

Das neue Haus St. Anna

 

Spatenstich: 3. März

Einzug: 17. Dezember 2018

Pflegeheim: 33 Plätze

Betreuungskonzept: familiäre Hausgemeinschaften

für ein alltagsnahes und individuelles Leben

Heimgebundene Wohnungen: neun

Tiefgaragenstellplätze: elf

Architekten: baumschlager eberle architekten, Lustenau

Baumanagement: Vogewosi, Dornbirn

Baukosten: acht Millionen Euro

 

Bauträger und Betreiber: Liebenau Österreich gemeinnützige GmbH

 

 

(Text /Fotos: Elke Benicke /Fotos Haus: Felix Kästle)